Blutzuckersenkende Mittel
Eine medikamentöse Behandlung mit blutzuckersenkenden Mitteln ist erforderlich, wenn die Blutzuckerwerte über der Norm liegen und mit bewusster Ernährung, Gewichtsabnahme und körperlicher Aktivität nicht kontrolliert werden können. Die blutzuckersenkenden Mittel werden eingeteilt in: - orale Antidiabetika und - Insuline Prinzipiell gilt, dass alle Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 lebenslang Insulin injizieren müssen, da die eigene Insulinproduktion durch den zerstörerischen Entzündungsprozess zum Erliegen gekommen ist. Meist hat der Diabetiker natürlicherweise einen hohen Insulinbedarf in den Morgenstunden und einen geringen Bedarf kurz nach Mitternacht. Typ-2 Diabetiker sollten zunächst ihr Gewicht reduzieren um Normalgewicht zu erreichen. Nur wenn hierdurch keine ausreichende Senkung des Blutzuckers erreicht werden kann, werden orale Antidiabetika eingesetzt. Zur Behandlung des Typ-2 Diabetikers gibt es zur Zeit Substanzen, die verschiedene Wirkmechanismen repräsentieren. Alle dieser Medikamente können aber nur dann den Blutzucker senken, wenn die Zellen der Bauchspeicheldrüse noch genug eigenes Insulin produzieren. Welche Tabletten in welcher Dosierung wie oft am Tag jeder Einzelne einnehmen muss, hängt von der jeweiligen Wirkung auf den Blutzucker ab. Insuline werden nur dann notwendig sein, wenn mit oralen Antidiabetika der Blutzuckerspiegel nicht im Normbereich gehalten werden kann. Wichtig ist, dass eine auf eine bestimmte Person zugeschnittene Therapie so gewählt bzw. zusammengestellt wird, dass diese eine höhere Flexibilität und damit eine verbesserte Lebensqualität erreichen kann. Eine Einschränkung der individuellen Freiheit kann überlebenswichtig sein: Rauchen Sie nicht!
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