Ernährung
Wichtige und leider selbst in jugendlichen Jahren immer häufiger auftretende
Risikofaktoren sind Überernährung, Übergewicht (rund 75% der Diabetiker sind
übergewichtig!) und Bewegungsmangel. Bei der Entwicklung des Typ 2 Diabetes ist
meist folgender Teufelskreis aktiviert:
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Überernährung führt zum Anstieg der
Insulinproduktion und zur Vermehrung des Fettgewebes. |
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In der Folge nimmt die Anzahl der
Bindungsmoleküle für Insulin (Insulinrezeptoren) auf der Oberfläche der
Verbraucherzellen kontinuierlich ab – dies ist gleichbedeutend mit einer
Verminderung der Insulinempfindlichkeit. |
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Es kommt zu einem weiteren Anstieg des
Blutzuckerspiegels... |
| 4. |
und zu einer Zunahme von Insulinproduktion und
Insulinfreisetzung bis schliesslich die Betazellen des Pankreas
kollabieren. |
Diese Zusammenhänge sind nicht nur für die Behandlung, sondern auch für die
Prävention des Typ-2 Diabetes von entscheidender Bedeutung: Durch sinnvolle und
bewusste Lebensführung kann verhindert werden, dass sich aus einem latenten
Diabetes-Frühstadium ein manifester Diabetes mellitus entwickelt. Ein wichtiger
und zentraler Stellenwert nimmt dabei die Ernährung ein:
Da in erster Linie die Kohlenhydrate (zuckerartigen Stoffe) auf den
Blutzuckerspiegel einwirken, ist die Anpassung der Kohlenhydrataufnahme an die
noch vorhandene körpereigene Insulinproduktion bzw. die Insulinzufuhr von aussen
der entscheidenste Faktor in der Ernährung der von Diabetes Betroffenen.
Die Ernährung der Diabetikerinnen und Diabetiker entspricht einer Vollwertkost
mit einem grossen Gemüseanteil, Obst und Vollkornprodukten und richtet sich nach
den Empfehlungen der eidgenössischen Ernährungskommission:
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Abwechslungsreich essen und körperlich aktiv
bleiben.
"Von allem etwas, von nichts zuviel" ist eine gute Faustregel. |
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Pflanzliche Nahrungsmittel bevorzugen.
Hauptbestandteile unserer Nahrung sollten die Kohlenhydrate darstellen.
Um die Zufuhr von Vitaminen sicherzustellen sind wir auf frische Früchte
und Gemüse angewiesen. |
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Fettaufnahme einschränken. |
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Täglich Milch und Milchprodukte. Sie enthalten
das für den Knochenaufbau unentbehrliche Calzium, das Milchfett jedoch
kann weitgehend weggelassen werden. |
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Salz und scharfe Gewürze sparsam einsetzen. |
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Reichliches Trinken ist wichtig. Wasser ist der
beste Durstlöscher. |
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Die Zubereitung der Nahrung soll schonend und
hygienisch erfolgen. |
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Und: Essen Sie mit Freuden, aber beenden Sie den
Genuss, bevor Sie übersättigt sind! |
Die Ernährungsrichtlinien sollten immer den Bedürfnissen der von Diabetes-
Betroffenen angepasst werden. Deshalb ist eine eingehende und meist mehrmalige
Ernährungsberatung erforderlich.
Weitere wichtige Informationen, Menüs & Rezepte sowie Nährwerttabellen finden
Sie unter der Rubrik
Ernährung bei Diabetes.