Self-Management
Selbstkontrollen dienen nicht nur der Therapiekontrolle, sondern ermöglichen dem
Betroffenen auch eigenständige Korrekturen der Behandlung. Das konsequente
Führen eines Diabetiker-Tagebuches ist, nicht nur in den Anfangsmonaten,
sinnvoll. Versuchen Sie auch, immer einen Überblick über die Untersuchungen, die
durch Fachpersonen durchgeführt werden, zu gewinnen. Die Verantwortung für Ihre
Gesundheit liegt letztlich bei Ihnen - der Nutzen in Form einer erhöhten
Lebensqualität wird auch Ihnen zugute kommen!
Äusserst wichtig ist eine sorgfältige
Körperpflege. Der Betroffene sollte seine
Füsse täglich mit körperwarmem (nicht heissem!) Wasser und rückfettender
Seife waschen, gut abtrocknen und auf Druckstellen, Hornhaut, Blasen, Rötungen
und Verletzungen hin beobachten. Auch kleinste Verletzungen an den Füssen müssen
desinfiziert werden. Jegliche Art von "Badezimmer Chirurgie" sollte unterlassen
werden, kontaktieren Sie selbst bei belanglos erscheinenden Verletzungen der
Haut ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Die Zehennägel sollten nicht geschnitten, sondern mit der Feile bearbeitet
werden.
Die Schuhe sollten ausreichend weit und bequem sein. Die Beweglichkeit der
Fussgelenke ist regelmässig zu überprüfen und zu trainieren.
Grössere Pflegemassnahmen sollten, vor allem bei weniger selbständigen
Diabetikern, von einer erfahrenen Fusspflegerin vorgenommen werden.
Jährliche
Augenkontrollen durch eine Fachperson sind Pflicht.
Jeder insulinspritzende Diabetiker sollte zu Blutzucker-Selbstkontrollen
angeleitet werden, ohne die eine intensivierte Insulintherapie unmöglich ist.
Blutzucker-Selbstkontrollen werden mit Blutglukosemessgeräten durchgeführt, das
dafür benötigte Blut wird aus der seitlichen Fingerbeere gewonnen.