Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit, sog. "Diabetes") ist eine chronische Störung des Zuckerstoffwechsels mit vorübergehender oder ständiger Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Ursache ist ein
Mangel an Insulin oder ein vermindertes Ansprechen von Körperzellen auf Insulin, wodurch Traubenzucker, die Glukose, aus dem Blut nicht in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Glukose fehlt dadurch in diesen Zellen als Energielieferant, während sie im Blut in zu hoher Konzentration vorliegt. Übersteigt die Konzentration des Blutzuckers einen bestimmten Schwellenwert, so wird Glukose in den Nieren filtriert und mit dem Urin ausgeschieden. Dabei gehen große Mengen an Flüssigkeit und Mineralien verloren, was zu einer "Austrocknung" des Körpers führt.
Zusätzlich kommt es durch den Insulinmangel zu Störungen des Fettstoffwechsels und des Eiweissstoffwechsels, ebenso ist der Diabetes mellitus oft mit einem Bluthochdruck gekoppelt.
Die manifeste Zuckerkrankheit betrifft insgesamt rund 3.5% der Bevölkerung in den Industrieländern. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Diabetikern ist - gerechnet vom Zeitpunkt der Diagnosestellung - gegenüber Gesunden um rund ein Drittel verkürzt. Man rechnet, dass sich rund die dreifache Anzahl Individuen in einem Frühstadium der Erkrankung befinden.
Das Wissen um diese Erkrankung und der bewusste und korrekte Umgang mit den ersten
Anzeichen des Diabetes mellitus verbessern die individuelle Perspektive beträchtlich.
Formen des Diabetes mellitus
Es gibt zwei auch von der Häufigkeit ihres Auftretens her recht unterschiedlich verlaufende Formen des Diabetes mellitus, den "jugendlichen" Diabetes, den Diabetes mellitus Typ 1 sowie den Diabetes mellitus Typ 2. Daneben gibt es noch weiter seltenere Diabetesformen: